Vorlesung Formenkunde WS 2019/20

Donnerstags 14:00-16:00, L2

Klausur: Di, 11. Februar 2020, 8:30-10:30 Studio 6

Kriterien zur Vergabe eines Leistungsnachweises

Der Leistungsnachweis bzw. die Modul- oder Teilmodulbescheinigung wird ausgestellt, wenn die Klausur bestanden ist. Voraussetzungen zur Teilnahme an der Klausur sind

  1. Erfüllen der Modulvoraussetzungen. Bitte konsultieren Sie diesbezüglich die Modulhandbücher der auf Sie zutreffenden Studiengänge.
  2. Anmeldung zur Klausur im Januar 2019 persönlich in der Vorlesung.

Material

Skript (pdf)

Notenmaterial (pdf) – nur umfangreichere Werke, zum Mitlesen in der Vorlesung  und ggf. Eintragen von Anmerkungen usw.

Folien (pdf, Teilmenge der in der Veranstaltung dargebotenen Informationen, insbesondere sind keine Tafelanschriften enthalten; auch müssen umfangreiche Notengrafiken entfallen, sie geben für sich genommen den Prüfungsstoff nicht vollständig wieder).

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Die Folien sind üblicherweise  Donnerstag abends online. Sofern (wie leider in der Vergangenheit geschehen) Links innerhalb der Vorlesungszeit (offline ab dem Vorabend der Klausur) nicht erreichbar sind: bitte melden.

Aus jährlich immer wieder gegebenem Anlass:

Es gibt (mindestens) drei Gründe, warum Sie auf auf keinen Fall das Material älterer Vorlesungen zur Prüfungsvorbereitung verwenden sollten:

  1. Die Inhalte der Vorlesung ändern sich von Jahr zu Jahr, bestimmte Gegenstände fallen weg, andere treten hinzu.
  2. Ich bin bemüht, meine Lehre dem aktuellen Stand der Forschung anzugleichen.
  3. Meine eigene Sichtweise und damit auch Lehre entwickelt sich weiter. Manche Positionen, die ich vor 10 Jahren vertreten habe, betrachte ich heute als mangel- oder fehlerhaft.

Die Inhalte der Prüfung ergeben sich ausschließlich aus meiner aktuellen Lehre, und zwar aus dem in der Vorlesung gesprochenen Wort. Nebenbei: Sie verletzen auch mein Copyright, wenn Sie veraltetes Material vervielfältigen.

Literaturlisten Formenkunde/Werkanalyse

Zur begleitenden Lektüre empfohlen.

Amon, Reinhard: Lexikon der musikalische Form

Ein umfassendes Kompendium, nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch zur Lektüre geeignet.

Altmann, Günter: Musikalische Formenlehre

Ein etwas akademisch-trockenes, vor allem gattungsgeschichtlich orientiertes aber insofern seinen Gegenstand umfassend behandelndes Kompendium.

Dobretsberger, Barbara: Formenlehre. Formen der Instrumentalmusik

Ein aktuelles Lehrbuch der Formenlehre und Handbuch musikalischer Gattungen. Von den hier aufgeführten Werken dasjenige mit der größten Schnittmenge zu den Inhalten der Vorlesung.

de la Motte, Diether: Musikalische Analyse. Mit Kommentaren von Carl Dahlhaus.

Sofern Analyse überhaupt lehrbar ist, ist dies das systematische Lehrwerk.

de la Motte, Diether: Musik Formen

Lebendig geschrieben, eine Fundgrube.

Kühn, Clemens: Analyse lernen sowie Formenlehre der Musik

Lesebücher im besten Sinne, mit vielen Anregungen.

Lemacher, Heinrich; Schroeder, Hermann: Formenlehre der Musik

Auf den ersten Blick: Formenlehre zum Abgewöhnen. Auf den zweiten lassen sich dort doch viele kluge Dinge finden.

Leichtentritt, Hugo: Musikalische Formenlehre

Nicht nur von historischem Interesse.

Ratz, Erwin: Einführung in die musikalische Formenlehre

Eine, im deutschen Sprachraum vielleicht sogar die Formenlehre, die diesen Namen verdient. Ratz vermittelt die Analysetradition der Schönberg-Schule, stilistisch leider auf das Werk Bachs und Beethovens begrenzt. Zusammen mit Rosens The classical style (s.u.) ist dies gleichwohl eine hervorragende Einführung in das musikalische Denken.

Rosen, Charles: Der klassische Stil

Über eine umfassende Behandlung seines Gegenstandes hinaus bietet Rosen viele inhaltlich und sprachlich brillante Analysen – eine Pflichtlektüre für alle, die über Musik nachdenken müssen oder wollen. Die deutsche Übersetzung ist als Taschenbuch günstig erhältlich. Für mich das Lehrbuch der Analyse schlechthin.

Rosen, Charles: Sonata Forms

Rosens Sichtweise auf Suitensätze, Arien, Sonatensätze. Ein Standardwerk.

Schmidt-Beste, Thomas: Die Sonate

Eine rundum empfehlenswerte Monographie, gut zum Selbststudium geeignet.

Sehr lesenswert sind die Analysen von Carl Dahlhaus (beispielsweise in seiner Beethoven-Monographie).