Seminar Werkanalyse A WS 2021/22 „Die greatest Hits der Klassik“

Seminar, Dienstags 10:00-12:00 TBH1. Zielgruppe: alle Bachelor-Studiengänge. Maximal 10 Teilnehmer.

Anmeldung nicht mehr möglich.

Übergeordnetes Ziel des Seminars ist es, Grundfertigkeiten, Vorgehensweisen, Haltungen und Werkzeuge für die Werkanalyse zu erarbeiten. Ein wichtiger Aspekt ist die eigenständige Analyse und nicht das Referieren von Aussagen der Fachliteratur (die sich zudem nicht selten als falsch erweisen). Dabei sollen ausschließlich Werke bzw. Werkausschnitte zum Zuge kommen, die aus verschiedenen Gründen populär geworden sind, sei es auf der Bühne oder im Konzertsaal, im Klavierunterricht, in den Schulbüchern, auf der Bestsellerliste über dem Grabbeltisch des CD-Ladens oder schlichtweg wegen ihrer epochalen Bedeutung. Dass man diese „Klassik-Hits“ mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch „im Ohr“ hat, ist beim Analysieren eine willkommene Erleichterung. Aufgrund der Komplexität der behandelten Werke ist es gleichwohl erforderlich, dass sich die Seminarteilnehmer (d m w) selbstständig eine Klangvorstellung der Partituren verschaffen, die eine aktive Mitarbeit im Seminar ermöglicht. Der veranschlagte Workload sieht ausdrücklich Eigenarbeitszeiten neben Präsenzzeiten vor. Aufnahmen der meisten Werke sind heutzutage im worldwide web zugänglich.

Teilnahme, Testat, Leistungsnachweis

Maximale Teilnehmerzahl: 10. Voraussetzung für die Testierung sind stetige und aktive Teilnahme (Gesprächsbeiträge, Mitdenken, Mitlesen usw.) sowie

  1. Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen desjenigen Moduls, in welchem diese Lehrveranstaltungbeheimatet ist,
    • insbesondere der erfolgreiche Besuch der Vorlesung »Formenkunde«.
    • In Studiengängen, in denen der Besuch der Vorlesung nicht obligatorisch ist, verlange ich die eigenständige Lektüre von Ratz und Schmidt-Beste (siehe Literaturverzeichnis unten); empfohlen ist auch die mindestens partielle Lektüre von Rosen, »Der klassische Stil«.
  2. Besuch der ersten Sitzung,
  3. und die Übernahme eines Referates.

Wer einen Leistungsnachweis (Teilmodulprüfung) benötigt, ist gehalten, das Referat schriftlich auszuarbeiten. Die Vergabe der Referate erfolgt in der ersten Sitzung, ebenso Überlegungen zur Theorie und Methodik der Werkanalyse. Die Anwesenheit in dieser Sitzung ist daher unumgänglich. Von allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen erwarte ich, den Notentext aller Werke vorbereitet (s. o.) vor zu Augen haben, mitzudenken und mitzudiskutieren. Die Noten der zu behandelnden Werke sind (allerdings nicht in professionellen Ausgaben) unten verklinkt. Bei Bedarf kann ich Präsentationen (PDF) der Noten zur Verfügung stellen.

Die Teilnahme von Studenten (d m w) der Masterstudiengänge ist ausgeschlossen.

Inhalte und Regeln
Regeln für schriftliche Arbeiten
Kleine Methodik der Werkanalyse

Noten (pdf)

Beethoven, Klaviersonate As-dur op. 57 „Appassionata“, 1. Satz – bereits für die erste Sitzung die Noten mitbringen.
Bach, Präludium und Fuge C-dur WK I
Schubert, Der Erlkönig op. 1
Schubert, Der Lindenbaum (Winterreise)
Beethoven, Sonate c-moll op. 13, 1. Satz
Mozart, Sinfonie C-dur KV 551, 1. Satz
Mozart, Sinfonie C-dur KV 551, 4. Satz
Bach, Kantate 60, Eingangschor, Schlusschoral
Beethoven, 3. Sinfonie Es-Dur, 1. Satz
Beethoven, 5. Symphonie, 1. Satz – entfällt wahrscheinlich
Schubert, Sinfonie Nr. 8 h-moll „Unvollendete“, 1. Satz
Mendelssohn, Ouvertüre zu Shakespeares Ein Sommernachtstraum
Dvorak, 9. Symphonie d-moll, 1. Satz

Literatur

de la Motte, Diether: Musikalische Analyse (Bärenreiter)
Kühn, Clemens: Analyse lernen (Bärenreiter)
Rosen, Charles, Der klassische Stil (DTV-Bärenreiter)
Schmid-Beste, Thomas: Die Sonate (Bärenreiter)
Ratz, Erwin: Einführung in die musikalische Formenlehre (UE)

Weiteres Material

Material/Aufsätze/Skripte zu verschiedenen Gebieten der Musiktheorie – passwortgeschützt. Die Teilnehmer (d m w) der Veranstaltung erhalten das Kennwort in der ersten Sitzung